Der Kirchengemeinderat

Der Kirchengemeinderat ist das Leitungsgremium der Kirchengemeinde und wird jeweils nach 6 Jahren von den Kirchengemeindegliedern gewählt. Er trifft sich ungefähr einmal im Monat, wobei die Sitzungen sind in der Regel öffentlich sind. Sie sind also herzlich dazu eingeladen. Die Besprechungspunkte werden jeweils in der Vorwoche in den Schaukästen an der Kirche und am Gemeindehaus veröffentlicht; die Termine finden Sie im Gemeindeblatt oder im Internet auf der Seite Termine.

Mitglieder sind:

  • Heike Abenheimer: Mission, Ökumene
  • Ilse Barner: Seniorenangebote
  • Dr. Martin Constien: 1. Vorsitzender, Bauausschuss
  • Gisela Jung: Seniorenangebote, Diakonie
  • Tobias Kling, Bezirkssynode
  • Katja Ringat: Jugendkirche Choy
  • Ursula Röhrborn: Kirchenpflegerin
  • Armin Sayer: Kinder- und Jugendangebote
  • Jochen Stolch: geschäftsführender Pfarrer, 2. Vorsitzender

Der Kirchengemeinderat im Oktober 2017 (ohne Pfarrer Stolch)

Anliegen des Kirchengemeiderats

Unsere Leitsätze sollen unseren christlichen Glauben für die heutige Zeit und für die Gemeinde in Ostelsheim verständlich machen und einfach ausdrücken. Diese Leitsätze beeinflussen auch die Entscheidungen in den monatlichen öffentlichen (!) Kirchengemeinderatssitzungen.

Der Kirchengemeinderat wirbt für eine aktivere Mitarbeit der Kirchengemeindeglieder. Wir sind eine Beteiligungskirche. Zum Beispiel haben in dem Heft „Was bedeutet Reformation für mich heute?", welches im Jubiläumsjahr der Reformation 2017 verteilt wurde, Ostelsheimer Bürger und Gäste aus der Partnergemeinde Kasan geschrieben. In zum Teil sehr persönlichen Äußerungen haben sie zum Glauben und zu dessen praktischen Auswirkungen in ihrem Leben berichtet. Wer noch an einem Exemplar interessiert ist, möge sich gerne an das Pfarramt wenden.

Rede beim Neujahrsempfang 2018

Rede von Dr. Martin Constien am Sonntag, 7. Januar 2018

Wenn Silvester der Zeitpunkt ist, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, so ist Neujahr immer der richtige Zeitpunkt, um nach vorne auf die kommenden 365 Tage, bzw. jetzt nur noch 358 Tage im Jahre 2018, zu blicken.

Manch einer tut es mit gemischten Gefühlen, weil schwierige Entscheidungen anstehen oder Diagnosen warten. Andere mit frohen Hoffnungen auf neue Lebensabschnitte, vielleicht auf bevorstehende Hochzeitsfeste oder Geburten. Manche Familien sind vielleicht am Jahresende eine Person mehr und wissen es jetzt noch gar nicht! Neujahr ist auf jeden Fall immer spannend und voller Erwartungen.

Auch bei uns in der Kirchengemeinde blicken wir wieder auf ein spannendes Jahr vor uns.

Wir feiern in diesem Jahr den 10-jährigen Geburtstag unseres Gottesdienstangebots mittendrin.Zeit mit Gott. Hierzu hat sich gleich im März hoher Besuch angekündigt: der Landesbischof von Württemberg kommt am Sonntag, dem 18. März zu uns nach Ostelsheim und wird den Jubiläums-mittendrin-Gottesdienst mit uns feiern. Dazu schon jetzt herzliche Einladung.

In diesem Jahr laden wir wieder zu einem Gemeindeausflug ein. Es geht diesmal am Samstag, dem 9. Juni zur Wimsener Höhle auf der Schwäbischen Alb, welche man nur mit einem Boot befahren kann, und am Nachmittag zur Besichtigung nach Zwiefalten.

Nachdem wir im vergangenen Jahr zwei Blechbläserkonzerte hatten, wird auch 2018 musikalisch wieder einiges geboten sein:

Am 7. Juli werden wir eine Tafelmusik mit den Chören und Musikgruppen unserer Gemeinde veranstalten. Der Name „Tafelmusik“ beinhaltet auch schon, dass es dabei nicht nur um musikalische Genüsse gehen wird! Ein Konzert also ganz besonderer Art!

Und am 14. Oktober wird der Gospel-Chor GoVocal, der uns ja schon aus den vergangenen Jahren bekannt ist, wieder ein Konzert in der Kirche geben.

Einige von Ihnen werden auch Heiko Bräuning vom Fernsehgottesdienst im Bibel TV kennen. Er kommt zu uns nach Ostelsheim und wird den Buß- und Bettag-Gottesdienst am 21. November gestalten.

Und wenn wir noch über das kommende Jahr hinausblicken: wir hier in Ostelsheim und auch wir hier in der Kirchengemeinde haben noch schwierige Jahre vor uns.

Ich bin traurig darüber, dass unsere Gottesdienste so wenig Anklang finden – es fehlen die jungen Familien und die aktiven Menschen, die ihre Freizeit für ein Ehrenamt einsetzen wollen. Ein weiterer Grund für die wenig besetzten Kirchenbänke ist der demographische Wandel, der sich auch in Ostelsheim bemerkbar macht. Einige Senioren unserer Kirchengemeinde fehlen, weil wir in Ostelsheim kein Seniorenheim haben und sie nun in Gechingen oder Althengstett wohnen.

All das hat auch Auswirkungen auf die Pfarrstellen in unserer Landeskirche. Ostelsheim ist inzwischen die kleinste Gemeinde im Dekanat, die noch eine 100%ige und eigenständige Pfarrstelle hat. In den nächsten 10 Jahren wird sich auch hier im nördlichen Heckengäu-Distrikt einiges ändern müssen, weil die Landeskirche auf diesen demographischen Wandel reagieren und Pfarrstellen streichen muss. Wir vom Kirchengemeinderat können nun entweder abwarten und uns dann von den Entscheidungen von „oben“, der Landeskirche, überraschen lassen – oder wir können rechtzeitig aktiv werden und diese Veränderungen selbst gestalten. Und das wollen wir auch in einer gemeinsamen Sitzung mit den Kirchengemeinderäten aus den Nachbargemeinden im März tun. Unsere Chance besteht in engerer Zusammenarbeit und Kooperation mit den Nachbargemeinden. Damit wollen wir schon jetzt beginnen, nicht erst, wenn wir vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Wir werden mehr gemeinsame Aktivitäten planen und durchführen und langfristig enger zusammenwachsen! Kooperationen wie z. B. mit dem Gechinger Kirchenchor oder in Distriktgottesdiensten, wie z. B. am Neujahrstag in Simmozheim oder gestern in Holzbronn, sind richtige Wege in diese gemeinsame Zukunft. Wir wollen über unseren eigenen Kirchturm hinaus denken. Das sollte gerade uns Ostelsheimern nicht schwer fallen, denn so hoch ist er ja gar nicht!

Auf eine solche Zukunft und auf ein gesegnetes neues Jahr 2018 wollen wir nun anstoßen!