Gedanken zum Todestag Dietrich Bonhoeffers

Am 9. April jährte sich der Todestag des Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffers zum 75. Mal. Im KZ Flossenbürg wurde er kurz vor der Befreiung der Konzentrationslager im Osten in einer „Nacht- und Nebelaktion“ noch erhängt. Er war aufgrund seines Glaubens und als überzeugter Pazifist in den Widerstand gegangen und hatte am verschiedenen Attentatsplänen zur Beseitigung Hitlers mitgearbeitet. Er pflegte auch viele internationale Kontakte in England und den USA und versuchte diverse Kirchenleute immer wieder auf die Situation in Nazi-Deutschland hinzuweisen. Außerdem engagierte er sich an Aufbauplänen für ein neues Deutschland nach dem Krieg. Dann wurde er nach Fund der sog. „Zossener Akten“ 1943 inhaftiert. Und am 9. April 1945 hingerichtet. Aufrecht stirbt er mit den letzten Worten „Das ist das Ende – für mich der Beginn des Lebens!“ Bei seinem Tod war Bonhoeffer 38 Jahre alt. Er hinterließ seine junge Verlobte Maria von Wedemeyer, die später in die USA übersiedelte, seine Eltern und seine Geschwister.

Bonhoeffers Leben insgesamt ist uns Trost und Ermutigung zugleich. Ein Mitgefangener berichtet später über ihn: „Unter den vielen Menschen, die ich kenne, war er einer der ganz wenigen, dem sein Gott wirklich und immer nahe war.“

Bekannt geworden sind v. a. sein Briefwechsel mit seinem Freund Eberhard Bethge, herausgegeben als Buch mit dem Titel „Widerstand und Ergebung“, sein Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ (seinen Eltern beigelegt in einem Brief zu Weihnachten 1944; im Gesangbuch Nr. 70 oder 541) und die „Brautbriefe Zelle 92“ (der beeindruckende Briefwechsel der beiden Verlobten).

In einer früheren Predigtreihe haben mein Mann und ich zu Texten von Dietrich Bonhoeffer gepredigt. Sie finden diese beiden Predigten unten als Verknüpfung. Einige Exemplare werden auch ausgedruckt in der Kirche zum Mitnehmen ausgelegt.

Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch

 

Predigt zu Von guten Mächten“

Predigt zu „Wer bin ich?“