Mitteilungsblatt KW 46/18 vom 16.11.2018 bis 25.11.2018

 

 

 


 

Evang. Pfarramt, Kirchgasse 4/1, 75395 Ostelsheim, Tel. 42333, Fax 460598

Homepage: www.kirche-ostelsheim.de

E-Mail: pfarramtdontospamme@gowaway.kirche-ostelsheim.de

 

Sprechzeit Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch: Freitag, 9.00 – 10.00 Uhr

Sprechzeit Pfarrer Jochen Stolch: Mittwoch, 9.00 – 10.00 Uhr

Öffnungszeit Kirchenpflege: Montag, 10.00 - 11.30 Uhr

Öffnungszeit Pfarramtssekretariat: Donnerstag, 10.00 - 11.30 Uhr

 

Wochenspruch: „Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi:“ 2.Korinther 5,10

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir gedenken in diesen Tagen des Endes des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren. In Frankreich wird er bis heute der „Große Krieg“ genannt, und das zurecht, denn dieser Krieg stellte alles bis dahin Dagewesene und Vorstellbare in den Schatten. Seine Dimensionen waren gigantisch: Dreiviertel der Weltbevölkerung befand sich im Krieg, 25 Nationen, 70 Millionen Soldaten. Auch die Kriegsführung war durch die Industrialisierung völlig neuartig: Maschinengewehre und Panzer kamen erstmalig zum Einsatz, Kriegsschiffe – auch die ersten U-Boote – und Granaten, und in den letzten Kriegsjahren auch Giftgas. Mit verheerenden Folgen: 15 Millionen Menschen wurden getötet, 20 Millionen nahmen körperlich schweren Schaden, von den seelischen Schäden ganz zu schweigen.

Schaut man in unseren Ort Ostelsheim kommt der Schrecken ganz nahe, wenn man die Namen der gefallenen Soldaten liest, die auf der Gedenktafel in unserer Kirche festgehalten sind. 40 Männer zwischen 18 und 39 Jahren, mehr als die Hälfte 25 Jahre alt oder jünger, drei Achtzehnjährige. Es sind Nach-Namen, die wir auch heute noch im Ort kennen: König, Fenchel, Gehring, Stahl, Schweizer, Rathfelder … So viele betroffene Familien, denen nach dem Krieg der Vater, der Sohn, der Bruder oder Onkel fehlte. So viel Elend, so viel Last, die die zurückbleibenden nun allein tragen mussten. Aber auch so viel Hoffnung, die zunichtewurde, so viele durchkreuzte Pläne, so viel ungelebtes Leben.

Es ist erschütternd. Es macht sprachlos und stumm.

Wie kann man das aushalten? Wir Christen glauben an einen friedlichen, friedliebenden Gott, der die Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung in unsere Herzen gepflanzt hat. Dieser Sehnsucht können und sollten wir immer wieder Raum geben. Und unsere Taten können Schritte des Friedens sein in dieser Welt. Das beginnt im ganz Kleinen, Alltäglichen; im Umgang miteinander in der Arbeitswelt, in der Nachbarschaft, im Dorf. Das hat auch etwas mit unserer Sprache zu tun und wie wir einander ansehen, mit Respekt und Wertschätzung. Und das kann und soll auch öffentlich und politisch werden, indem wir eintreten gegen Aufrüstung und für friedliche, diplomatische Lösungen. Dass wir die Friedensarbeit unterstützen und ihr mehr Raum und Möglichkeiten geben. Untersuchungen weltweit belegen, dass durch Mediation und Friedensarbeit manche Konflikte, die kriegerisch geführt werden, hätten verhindert werden können. Einmal im Krieg dreht sich die Gewaltspirale nämlich immer weiter. Auch das sehen wir im Rückblick auf die Ereignisse der Jahre 1914-1918.

Ich lade Sie alle herzlich ein, am Sonntag in die Kirche zu kommen. Der Volkstrauertag bietet sich an, um 10 Uhr einen Gedenkgottesdienst zu feiern, im Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs. Wir wollen der Betroffenheit Raum geben, aber auch die alten Texte der Hoffnung hören und uns in unserem Friedensengagement stärken lassen. Es ist heute so nötig, denn es ist eine Aufgabe von uns allen. Nach dem Gottesdienst ist – wie hier bei uns in Ostelsheim üblich – die Gedenkveranstaltung der Kommune auf dem Friedhof. Auch dazu herzliche Einladung.

Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch

 

 

Heiko Bräuning – „Galerie des Lebens“ Musikgottesdienst am Buß- und Bettag

21. November 2018

Das Programm „Galerie des Lebens“ geht der Faszi­nation antiker Galerien nach. Von einer spannenden Erkenntnis aus entfaltet der Lieder­macher, Theologe und Journalist Heiko Bräuning das Leben als eine Galerie mit sehenswerten und bemerkens­werten Momenten, die in Bildern festgehalten werden. So beginnt der Blick zunächst auf das Naheliegende, Normale, Schöne und Kleine. Bräuning nimmt aber auch mit und lädt ein zu einem Sinneswandel: Im Erleben der Schönheit geht es auch darum, Verantwortung zu übernehmen und das Handeln an der Schöpfung gut zu gestalten. Und in der Galerie führt der Weg zu den Nächsten, zu Menschen mit Behinderungen oder zu Fremdlingen, die in unserer Gesellschaft und Gemeinde Heimat haben und finden.

Das Programm ist tiefgängig und humorvoll, es gibt Mit­singlieder und Solosongs, umrahmt von eindrücklichen Kurz-Videos und Texten.

Eingebettet ist Heiko Bräunings Programm in den mittendrin-Gottesdienst, den das mittendrin-Team vorbereitet hat. Das ehrenamtliche Team und Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch laden Sie und Euch alle herzlich ein, den Buß- und Bettag mit diesem Musikgottesdienst wieder neu zu gewinnen: Mittwoch, 21. November um 19 Uhr in der Kirche. Wir freuen uns auf einen eindrücklichen Abend!

 

 

 

 

 

Beim letzten HomeZone-Treffen am Sonntag haben wir mit Eurer Unterstützung die drei besten Spiele der ersten Ostelsheimer-Spielemesse getestet.
Bei unserem nächsten Treffen am 16. Dezember wollen wir zusammen bei unserer Weihnachtsfeier den Jahresabschluss feiern.
Wir freuen uns auf Dich!
Dein HomeZone Team

 

Herzlichen Dank sagen wir für das Opfer vom 11.11.2018 für unsere eigene Gemeinde in Höhe von 212,-- Euro.

 

Das Opfer am kommenden Sonntag erbitten wir für die Friedensdienste und das Opfer/Spende am Buß- und Bettag für Liedermacher Heiko Bräuning (Musikgottesdienst).