Der Kirchengemeinderat

Der Kirchengemeinderat ist das Leitungsgremium der Kirchengemeinde und wird jeweils nach 6 Jahren von den Kirchengemeindegliedern gewählt. Er trifft sich ungefähr einmal im Monat, wobei die Sitzungen sind in der Regel öffentlich sind. Sie sind also herzlich dazu eingeladen. Die Besprechungspunkte werden jeweils in der Vorwoche in den Schaukästen an der Kirche und am Gemeindehaus veröffentlicht; die Termine finden Sie im Gemeindeblatt oder im Internet auf der Seite Termine.

Mitglieder sind:

  • Heike Abenheimer: Mission, Ökumene
  • Ilse Barner: Seniorenangebote
  • Dr. Martin Constien: 1. Vorsitzender, Bauausschuss
  • Gisela Jung: Seniorenangebote, Diakonie
  • Tobias Kling, Bezirkssynode
  • Katja Ringat: Jugendkirche Choy
  • Ursula Röhrborn: Kirchenpflegerin
  • Armin Sayer: Kinder- und Jugendangebote
  • Jochen Stolch: geschäftsführender Pfarrer, 2. Vorsitzender

KGR-Klausur vom 19. bis 21. Februar 2016

Die diesjährige Kirchengemeinderatsklausur stand unter dem Motto „Reformation in Württemberg – Veränderung der Kirche – damals und heute" und fand wieder in Unterheimbach in der Nähe von Schwäbisch Hall statt. In Schwäbisch Hall war lange Zeit der „schwäbische Reformator" Johannes Brenz als Pfarrer angestellt.

Ein historischer Rückblick auf die vielen Strömungen der Reformationszeit im 16. Jahrhundert eröffnete die zwei Tage. Zur Zeit der 95 Thesen eines Mönches in Wittenberg kamen viele Ereignisse gleichzeitig zusammen, die zunächst nicht viel miteinander zu tun hatten, dann doch aber die Geschehnisse in Wittenberg und bei den folgenden Reichstagen beeinflussten: die Entdeckung Amerikas ab 1492, der riesige Reichtum einer Kaufmannsfamilie in Augsburg, die damit Kaiser und Fürsten bestachen und die Verbreitung der Buchdruckkunst, die dafür sorgten, dass die Lutherschriften sich sehr schnell in ganz Europa verbreiteten.

Der Samstag in Schwäbisch Hall stand ganz im Zeichen von Johannes Brenz und die Folgen für Württemberg. Pfrarrer Dr. Matthias Deuschle führte uns durch die Museen und Kirchen und erklärte in einem hochinteressanten Vortrag die Geschehnisse um Johannes Brenz. In einem Seminar am Nachmittag mit Dr. Deuschle diskutierten wir an Hand von 8 Thesen die Veränderungen, die die damalige Reformation in der Kirche verursachte. Das wichtigste an diesem Seminar war dann aber das anschließende Gespräch, was sich für die heutige Situation daraus für Folgen ergeben und wo unsere Kirche heute wieder eine Reformation nötig hat.

Wichtig ist die 8te These des Seminarnachmittags: Was Christen glauben, ist nicht kompliziert. Man kann es kurz und einfach ausdrücken und in jeder Zeit neu verständlich machen.

Daraus ergaben sich einige Handlungsfelder auch für die Kirchengemeinde Ostelsheim, die wir in der Vorbereitung auf das Reformationsjubiläumsjahr 2017 und im Jubiläumsjahr umsetzen wollen.

Zum Beispiel wollen wir eine Veröffentlichung mit Beiträgen von Ostelsheimer Bürgern und Gästen zum Thema „Was bedeutet Reformation für mich heute?" herausgeben. Es sollen Statements gesammelt und in Buchform gedruckt werden, um über heutige Reformen nachzudenken. Das Erscheinen des Buches ist für Anfang 2017 geplant.

Auch unsere Leitsätze sollen unseren christlichen Glauben für die heutige Zeit und für die Gemeinde in Ostelsheim verständlich machen und einfach ausdrücken. Diese Leitsätze beeinflussen auch die Entscheidungen in den monatlichen Kirchengemeinderatssitzungen, die öffentlich sind. Der Termin wird jeweils rechtzeitig im Gemeindeblatt angekündigt und die Agenda in unseren Schaukästen ausgehängt. Alle Gemeindeglieder sind herzlich dazu eingeladen, an diesen Sitzungen teilzunehmen.

Der Kirchengemeinderat mit Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch und Pfarrer Jochen Stolch