Taufe

Auf dem Weg zur Taufe

Denken Sie über eine Taufe nach? Haben Sie sich bereits entschlossen ihr Kind taufen zu lassen? Oder interessiert Sie einfach die Taufe? Nachfolgend erhalten Sie in Kürze alle wesentlichen Informationen zur Taufe und zur Taufpraxis in unserer Kirchengemeinde. Z. B. was die Taufe bedeutet, wen sie kontaktierten müssen, welche Unterlagen sie brauchen, wer Patin bzw. Pate werden kann und vieles mehr.

Kontakt zum Pfarramt

Haben Sie sich für eine Taufe entschlossen, dann nehmen Sie bitte Kontakt auf mit dem Pfarramt. Erkundigen Sie sich nach den möglichen Taufterminen und machen Sie einen Termin für ein Taufgespräch mit Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch oder Pfarrer Jochen Stolch aus. In aller Regel findet die Taufe im normalen Sonntagsgottesdienst um 10 Uhr statt. Der Termin wird von der Pfarrerin bzw. vom Pfarrer in Absprache mit Ihnen festgelegt; so weit möglich, wird dabei versucht, Ihren Wunschtermin zu berücksichtigen. Wer tauft, hängt vom jeweiligen Termin ab. Bei der Kontaktaufnahme können auch erste Fragen geklärt werden. Fragen Sie auf jeden Fall, welche Unterlagen sie bis zum Taufgespräch und bis zur Taufe vorlegen müssen!

Das Taufgespräch

Das Taufgespräch führen der Pfarrer / die Pfarrerin bei Kindern mit allen Erziehungsberechtigten des Kindes; bei Erwachsenen Täuflingen mit diesen selbst. Im Gespräch geht es um ein gegenseitiges Kennenlernen und das Besprechen der Taufe.

Dabei wird Formales geklärt – wie die Anmeldung zur Taufe, Geburtsurkunde, Stammbuch, Patenbescheinigungen. Es wird über die Bedeutung der Taufe gesprochen. Und es wird gemeinsam der Ablauf der Taufe im Gottesdienst vorbesprochen.

Dazu gehört auch, wann im Gottesdienst die Taufe stattfindet, wer evtl. die Taufkerze für den Täufling besorgt, die Tauffrage, das Aussuchen des Taufspruches und anderes. Je nach Absprache mit dem Pfarrer / der Pfarrerin ist es auch möglich, dass Eltern oder Paten Gebete für den Täufling sprechen oder sich anderweitig am Gottesdienst beteiligen.

Formales

Für die Taufe brauchen sie auf jeden Fall die Geburtsurkunde ihres Kindes, auf dessen Rückseite in der Regel die Taufe vom Pfarramt beurkundet wird.

Sie brauchen außerdem für alle Paten eine Patenbescheinigung. Diese erhalten die Paten bei ihrer eigenen Kirchengemeinde.

Wer kann Patin bzw. Pate werden?

Patin oder Pate können alle getauften Christen und Christinnen werden, die einer der Kirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) angehören. Wird ihr Kind in die evangelische Kirche getauft, dann muss einer der Paten evangelisch sein. Evangelischer Pate kann werden, wer mindestens 14 Jahre alt, getauft und konfirmiert ist und der evangelischen Kirche angehört. Wer aus der Kirche ausgetreten ist, keiner Kirche angehört oder einer nichtchristlichen Religionsgemeinschaft angehört, kann nicht Patin oder Pate werden. Denn es ist die Aufgabe der Paten dem Kind zu helfen, in den christlichen Glauben und die christliche Gemeinschaft hineinzuwachsen. Sie können aber natürlich den Gottesdienst besuchen und die Taufe miterleben.

Geburtsurkunde und Patenbescheinigung sollten möglichst zum Taufgespräch vorliegen!

Bedeutung der Taufe

Mit der Taufe wird ein Mensch (Kind, Jugendlicher oder Erwachsener) zum einen in die Gemeinschaft mit Gott aufgenommen. Das geschieht durch das Wasser und das Wort der Taufe: „Ich taufe dich auf den Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Damit erhält der Getaufte Gottes Zusage, dass er ihn liebt, ihm barmherzig ist und ihn sein Leben lang begleitet. Die Taufe ist das hörbare, sichtbare und fühlbare Zeichen dieser bedingungslosen Zusage Gottes. Zum anderen wird der Getaufte in die Gemeinschaft der Christen und in die Kirche aufgenommen. Von nun an gehört er zur Kirchengemeinde.

Taufspruch

Das Aussprechen des Namens des Täuflings bei der Taufe sowie der persönliche Taufspruch zeigen dabei, dass Gottes Zusage dem Täufling ganz persönlich gilt. Als Taufspruch kommen dabei Verse aus der Bibel in Frage. Im Absprache mit dem Pfarrer / der Pfarrerin wird gemeinsam mit den Eltern oder bei Jugendlichen durch diese selbst, ein geeigneter Vers herausgesucht. Suchen Sie vorab einfach mal in der Bibel nach einem geeigneten Vers oder schauen Sie im Internet unter www.taufspruch.de.

Ablauf der Taufe im Gottesdienst

Zu jeder Taufe eines Kindes gehören die Tauffrage an die Eltern oder bei Religionsmündigen ab 14 Jahren an diese selbst und die Taufhandlung.

Tauffrage

Zur Taufe gehen die Eltern mit ihrem Kind, den Paten und dem Pfarrer / der Pfarrerin in einem Gottesdienst an den Taufstein. Dort geschieht folgendes:

Pfarrer / Pfarrerin: „Wollt ihr, dass euer Kind im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird? So antwortet: Ja, ich will!“. Die Eltern und Paten antworten: „Ja, ich will.“

Pfarrer / Pfarrerein: „Seid ihr bereit, das Eure dazu beizutragen, dass euer Kind als Glied der Gemeinde Jesu Christi erzogen wird? So antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!“. Eltern und Paten antworten: „Ja, mit Gottes Hilfe.“

Pfarrer / Pfarrerin: „Gott gebe euch zum Wollen das Vollbringen.“

(So oder ähnlich können die Tauffragen lauten.) 

Taufhandlung

Direkt nach der Tauffrage wird die Taufhandlung am Taufstein vollzogen. Der Pfarrer / die Pfarrerin schöpft mit der Hand dreimal Wasser aus dem Taufbecken, gießt es über die Stirn des Täuflings und spricht dabei:

„(Name des Täuflings), ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Der Pfarrer / die Pfarrerin legt dem Getauften nun die Hand auf die Stirn und spricht dabei ein Segenswort, wie z. B. „So spricht der HERR, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Amen.“

Meist wirken Menschen aus der Gemeinde mit und sprechen dem Täufling den Taufspruch zu. Bei den meisten Taufen erhält der Täufling auch eine Taufkerze als Zeichen dafür, dass Jesus Christus das Licht der Welt für ihn ist. In der Regel zündet einer der Paten bei einer Kindertaufe die Taufkerze für den Täufling an.

Bei der Taufe eines Jugendlichen oder Erwachsenen werden die Fragen dem Täufling selbst gestellt. Wenn eine Taufkerze angezündet wird, kann der Jugendliche oder Erwachsene dies selbst tun.

Nach der Taufe wird in der Regel für den Täufling gebetet. In aller Regel wird auch ein spezielles Tauflied gesungen.

Beachten Sie bitte, dass es in unserer Kirche nicht erlaubt ist, während der gottesdienstlichen Feier Fotos oder Filmaufnahmen zu machen. Das gilt auch für die Taufe! Gerne können aber vor oder nach dem Gottesdienst Aufnahmen gemacht werden.

Haben Sie noch mehr Fragen? Dann wenden Sie doch an Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch bzw. Pfarrer Jochen Stolch (Telefon: 07033 42333) oder schauen Sie im Internet:

Checkliste Taufe

So behalten sie die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Taufe im Blick.

Der erste Schritt

  • Kontakt mit dem Pfarramt aufnehmen, Tauftermin und Taufgespräch vereinbaren.

 Das Taufgespräch

  • Geburtsurkunde des Täuflings                         
  • Stammbuch der Eltern (falls verheiratet)
  • Patenbescheinigungen der Taufpaten             
  • Taufspruch aussuchen

 Die Taufe im Gottesdienst

  • 15 Minuten vorher da sein
  • Fotos vor oder nach dem Gottesdienst
  • Taufkerze organisiert (Eltern oder Pate oder Pfarrer?)
  • Beteiligung bei den Gebeten durch Eltern oder Paten?